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Geschätzte Leserinnen und Leser
Generation Z, Y, X, Alpha, Millennials oder auch Generation C – für Covid… Wer hat nicht schon von all diesen neuen kollektiven Individualitäten gehört, die anhand von Bedürfnissen und Wünschen definiert werden, die scheinbar mit der C14-Methode datiert sind?
Muss der Leader diese Generationenunterschiede berücksichtigen und sich entschlossen darauf einstellen, oder kann er sie im Gegenteil als Klischees betrachten?
Wie Mehdi Atmani in dieser Ausgabe in Erinnerung ruft, ist in der Schweiz ein symbolischer demografischer Wendepunkt erreicht. Die Menschen im Alter von 65 Jahren oder älter sind hierzulande inzwischen – leicht – zahlreicher als jene unter 20 Jahren. Und dies ist erst der Beginn einer viel tiefergreifenden demografischen Veränderung. Wir werden uns daran gewöhnen müssen.
Gleichzeitig hat der Begriff Generation X, der Anfang der 1990er-Jahre durch den Schriftsteller Douglas Coupland populär wurde, sich nach Ansicht des Autors, der ihn bekannt gemacht hat, längst von ihm gelöst: «It has been entertaining for me […] to see the exact same venom that was thrown at Gen X being thrown at Gen Y (millennials).» In jeder historischen Periode trifft die Kritik die jeweils nächste Generation, merkt Coupland ironisch an.
Natürlich wachsen Generationen in unterschiedlichen Kontexten auf. Aber wäre es hinter diesen Unterschieden nicht sinnvoller, den Akzent auf unsere Gemeinsamkeiten zu legen, wie Jérôme Cosandey, stellver tretender Direktor des Seco, in dieser Ausgabe darlegt?
Doch wenn das Verhältnis zur Arbeit und zur Autorität schon immer durch die nachrückenden Generationen erschüttert wurde, ist das wirklich vergleichbar mit dem, was wir seit dem Aufkommen der KI, seit Covid und der moralischen und kulturellen Krise der Generation Z erlebt haben – so die These eines jungen französischen Autors, Pierre Valentin, in Malaise dans la génération Z?
Ein Netzwerk wie Swiss Leaders ist ein guter «Beta-Tester» für diese Fragen. Und hinter X, Y, Z, Alpha oder dem nächsten Buchstaben, den wir erfinden werden, werden Leader gefordert sein, sich neu zu erfinden, indem sie den jungen Generationen das anbieten, was uns selbstverständlich erschien: Weitergabe und Verbindung.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.
Nicolas Stevan Geschäftsführer a.i. Swiss Leaders