Guido Schilling, 67, Gründer eines führenden Schweizer Executive-Search-Unternehmens und Herausgeber des «schillingreports», spricht im Interview über die Notwendigkeit, sich selbst zu entwickeln, über die Grenzen von künstlicher Intelligenz im Topmanagement – und darüber, wie er Persönlichkeit jenseits von Fachkompetenz, Laufbahn und Auftritt erkennt.
Herr Schilling, wenn Sie heute 25 Jahre alt wären, aber Ihre aktuelle Erfahrung bereits hätten – was würden Sie anders machen, um in der Schweiz eine Karriere zu beginnen?
Herr Schilling, wenn Sie heute 25 Jahre alt wären, aber Ihre aktuelle Erfahrung bereits hätten – was würden Sie anders machen, um in der Schweiz eine Karriere zu beginnen?
Ich würde alles tun, um einen noch grösseren internationalen Bezug zu bekommen. Ich war damals selbst in einem internationalen Unternehmen, bei der ABB. Aber ich hatte eine nationale Aufgabe. Ich wusste zwar, dass das Unternehmen global tätig ist – aber mir fehlte die Erfahrung, zu wissen, was das heisst. Ich würde versuchen, zu erleben, wie andere Länder funktionieren, wie andere Kulturen ticken. Diese Impulse kann man später für die Laufbahn nutzen.
Mit 67 sind Sie in einem Alter, in dem die meisten anderen ihre Karriere beenden. Wie hat sich Ihr Blick auf Ihre Laufbahn verändert?
Mit 67 sind Sie in einem Alter, in dem die meisten anderen ihre Karriere beenden. Wie hat sich Ihr Blick auf Ihre Laufbahn verändert?
Es gilt für mich nach wie vor der Grundsatz «Entscheidung»: Wie wichtig ist Ihnen eine berufliche Laufbahn? Wenn sie Ihnen sehr wichtig ist, müssen Sie dafür sorgen