«Der Erfolg hängt von Akzeptanz, Respekt und Vertrauen ab»

Autor:  Susanne Wagner Veröffentlicht 24 September 2024
Jacqueline Martin sitzt im Freien.

Wenn Führung plötzlich auf mehrere Schultern übertragen wird, muss ein Unternehmen sein Gleichgewicht neu finden. Jacqueline Martin hat solche Prozesse aus nächster Nähe begleitet.


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Frau Martin, was fasziniert Sie persönlich an Führungskonzepten wie Shared Leadership und Shared Governance?

Mich fasziniert, dass sie im Gegensatz zu konventionellen Führungsmodellen breiter abgestützt sind. Diese herkömmlichen Modelle haben das Problem, dass zu viel von einer Einzelperson abhängt. Wenn diese Personen ausfallen oder das Unternehmen verlassen, wird das gesamte System in seiner Qualität und Kontinuität gefährdet. Aufgrund dieser Machtoder Wissensballung werden diese Personen natürlich auch unentbehrlich, was für das Ego einzelner Führungspersonen Balsam sein kann.

Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit neuen Führungsformen gemacht?

Wir haben am Universitätsspital Basel (USB) im Bereich der Pflege und Therapiedienste ab 2006 zunehmend Shared-Leadership-Führungssysteme eingeführt. Denn wir hatten festgestellt, dass die Komplexität der Aufgaben einer Abteilungsleitung zu sehr zugenommen hatte, als dass

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