In den trendigen Theorien des transformationalen Managements gilt Mut als die höchste Tugend, die ein Unternehmen und seine Führungskräfte beherrschen müssen. Dabei bleibt offen, was der Begriff beschreibt. Für die Philosophie ist es menschliche Dialektik – in der Praxis eine Technik.
Mittwoch, 21. Januar 2026. Es ist 14.30 Uhr, als Donald Trump am World Economic Forum in Davos das Wort ergreift. Vor den Augen der ganzen Welt und angesichts der mächtigsten Akteure des Planeten hält der amerikanische Präsident eine mit Spannung erwartete Rede, während sich die geopolitische Lage stündlich verschlechtert. Sichtlich entfesselt und ungefiltert rechnet der Republikaner über eine Stunde lang ab – mit einem Publikum von VIPs, das erstarrt und stumm bleibt. Trotz seiner Beleidigungen, trotz seiner Lügen und seiner lockeren Auslegung der Fakten will niemand Donald Trump stoppen. Er wird gar mit höflichen Applaus bedacht. Danach wirken Staatschefs wie Wirtschaftsführer gleichermassen benommen.
Anschliessend kritisieren nur wenige von ihnen die Äusserungen oder wenigstens den Stil des amerikanischen Präsidenten. Sie flüchten sich in Nuancierung und Interpretationen, um die Konfrontation zu umgehen. Aus strategischem Kalkül? Oder schlicht aus