Die «Generationen»-Schubladen müssen aufgebrochen werden
Autor: Mehdi Atmani Veröffentlicht 25 September 2026
Die SBB kartografieren die Kompetenzen ihrer Älteren, Swisscom bildet bewusst altersgemischte Teams, Axa und Pro Senectute setzen auf Cross- und Reverse-Mentoring: In Schweizer Unternehmen arbeiten bis zu fünf Generationen zusammen. Produktiv wird diese Vielfalt aber erst mit einer Führung, die unterschiedliche Bedürfnisse abholt und Erfahrung wie digitales Wissen wechselseitig weitergibt.
Es ist eine mächtige Grundströmung, welche die Schweizer Wirtschaft nachhaltig umformen wird. Seit 2019 werden in der Schweiz Jahr für Jahr mehr Menschen 65 als 20 Jahre alt, und der Umschwung beschleunigt sich: Ende 2025 lebten hier erstmals mehr über 65-Jährige als unter 20-Jährige – 1,81 gegenüber 1,80 Millionen. Bis 2050 rechnet das Bundesamt für Statistik (BFS) im Referenzszenario mit rund 2,6 Millionen Menschen ab 65; Ende 2019 waren es 1,6 Millionen. Auf dem Arbeitsmarkt ist der Wandel längst angekommen: Die Erwerbsquote der 55- bis 64-Jährigen stieg zwischen 2014 und 2024 um 6,1 Prozentpunkte auf 77,8 Prozent.
Diese Generationenvielfalt stellt die KMU vor neue Herausforderungen: Sie sind gezwungen, Personalpolitik, Führung und Unternehmenskultur weiterzuentwickeln, um ein Miteinander der Altersgruppen zu ermöglichen. Ein gewichtiges Thema, das viele Unternehmen noch allzu oft ausblenden, das sich aber allmählich einen Platz auf der To-do-Liste