Brücken-CEO verbindet Generationen

Autor:  Hans Jürg Domenig Veröffentlicht 25 September 2026
Viadukt und Brücke in grüner Landschaft

Rund 90 000 Schweizer KMU – knapp jedes siebte Unternehmen – stehen vor einer ungelösten Nachfolge. Die Babyboomer, die einst ihre Betriebe aufgebaut haben, treten ab. Zugleich geht die familieninterne Nachfolge laut Studien der Universität St. Gallen seit Jahren zurück: Wo früher Sohn oder Tochter selbstverständlich übernahmen, haben die Nachkommen heute eigene Pläne. Und entschieden wird nicht an der juristischen, sondern an der menschlichen Seite.


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Eine Unternehmensnachfolge ist zuallererst eine Begegnung von Generationen. Die ältere Generation bringt Erfahrung, gewachsene Beziehungen und ein über Jahrzehnte geformtes Wertesystem mit, die jüngere neue Ideen, andere Arbeitsweisen und eigene Vorstellungen von Führung und Leben.

Damit ein Lebenswerk Bestand hat, müssen beide eine Zeit lang zusammenarbeiten. Das heisst, Wissen weiterzugeben – gerade das Ungeschriebene über Kunden, Lieferanten und die vielen Bauchentscheide, das sich nicht per Handschlag übertragen lässt, sondern nur im gemeinsamen Tun. Und es heisst, unterschiedliche Lebensanschauungen zu vereinbaren: Wo die eine Seite Beständigkeit schätzt, will die andere erneuern. Gelingt dieser Brückenschlag, wird der Wechsel zur Chance – misslingt er, zerbricht oft mehr als nur eine Firma.

Das Timing-Problem

In meiner Praxis als Nachfolge-Spezialist erlebe ich immer wieder dieselbe Konstellation: Der Wille zur familieninternen

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