Achtung, korrosive Energie!
Autor: Dr. Frederik Hesse, Prof. Heike Bruch Veröffentlicht 22 September 2025
Zwar wird mit hoher Intensität gearbeitet, die Energie ist jedoch oftmals fehlgeleitet: Sie dient nicht gemeinsamen Zielen, sondern äussert sich in Konflikten, destruktivem Verhalten und Zynismus. Unternehmen, in denen dies zutrifft, leiden am Zustand erhöhter «korrosiver Energie». Unsere Autorenschaft hat untersucht, warum negative Arbeitsumfelder zunehmen – und was jetzt dagegen hilft.
Von Prof. Heike Bruch und Dr. Frederik Hesse | Institut für Führung und Personalmanagement, Universität St. Gallen
Aufgrund verschiedener Trends wie der Digitalisierung, dem demografischen Wandel und einem wirtschaftlich zunehmend unsicheren Umfeld nehmen in vielen Unternehmen Arbeitsintensität, Veränderungsdruck und Komplexität spürbar zu. Mitarbeitende haben das Gefühl, stets leistungsfähig, erreichbar und anpassungsfähig sein zu müssen. Dies hat nicht nur Einfluss auf die Arbeit Einzelner, sondern verändert auch die Dynamiken in Organisationen.
Basierend auf Erkenntnissen unserer St. Galler Längsschnittstudie zu New Work und Culture, in der wir im Jahr 2024 Daten von über 9300 Mitarbeitenden und Führungskräften aus 73 Unternehmen gesammelt haben, berichten über 30 Prozent der befragten Mitarbeitenden von hoher korrosiver Energie. In 7 Prozent der Unternehmen herrscht ein ausgeprägtes korrosives Klima.
Korrosive Energie