Vielfalt managen und integrieren – eine wichtige Führungsaufgabe
Autor: Jürg Eggenberger Veröffentlicht 18 Februar 2025
Die Gesellschaft und ihre Organisationen definieren, was nach ihrem Selbstverständnis normal ist. Abweichungen davon, also die Streuung rund um den Normalbereich, definiert die Diversität. Ob es zu Diskriminierungen kommt oder die Andersartigkeit als Potenzial genutzt wird, hat weniger damit zu tun, wie mit Minderheiten, sondern wie mit Machtverhältnissen umgegangen wird. Es geht darum, wie weit der Streubereich aus- oder eingeschlossen wird und welche Zugangs- und Beteiligungsmöglichkeiten existieren.
Was ist Diversität?
Geert Hofstede, Experte für Kulturwissenschaften, hat Jahre damit verbracht, kulturelle Unterschiede zwischen Ländern, wie Risikobereitschaft, Zielorientierung, das Verhältnis zu Macht, zu definieren und zu quantifizieren. Doch Diversität ist komplexer. Sie ist auch mehr als ein Mix von Personen mit unterschiedlichem ethischen und sozio-ökonomischen Hintergrund, Geschlecht, Alter oder unterschiedlichen sexuellen Präferenzen und physischen Fähigkeiten. Vielfalt umfasst verschiedene Ebenen: Die Person selber und ihre Persönlichkeit und Erfahrungen, ihre Gruppenzugehörigkeit sowie das Arbeitsumfeld, bei dem Betriebszugehörigkeit, Funktion und Einstufung relevant sind. Vielfalt ist sowohl eine Tatsache als auch eine Haltung. Das Management von Diversität beginnt bei der Haltung, nicht der Versuchung zu erliegen zu stereotypisieren, sondern jede Person als individuell und komplex zu betrachten.
Diversität ist gut, wenn die Unternehmensführung mitspielt
Wissenschaftliche