Habe ich das Zeug, um ein Portfolio-Worker zu sein?
Autor: Jürg Eggenberger Veröffentlicht 10 März 2023
Charles Handy prophezeite in seinem 1989 erschienenen Buch The Age of Unreason dramatische soziale Veränderungen im Alltag, eine Flexibilisierung und Entgrenzung der Arbeitswelt und der Abbau traditioneller Organisationsformen (siehe Blog-Artikel Schöne neue Arbeitswelt [A1]).
Flexibilisierung des Arbeitsmarktes
Die Flexibilisierung der Arbeit hat verschiedene Ursachen. Wirtschaftliche Instabilitäten, der globale Wettbewerb sowie zunehmende Schwankungen der Nachfrage sorgen für veränderte Kundenaufkommen und verkürzte Produktlebenszyklen, denen mit flexiblen Betriebskonzepten und Wertschöpfungsketten sowie einer Anpassung der Betriebskapazitäten begegnet wird. Weitere Treiber sind die Digitalisierung und veränderte Bedürfnisse auf dem Arbeitsmarkt. Einerseits nimmt der von Unternehmen ausgehende Flexibilisierungsdruck auf Arbeitnehmende zu, andererseits stärkt der Fachkräftemangel die Verhandlungsposition von Fachkräften [1].
Was ist ein Portfolio-Worker
Portfolio-Worker gibt es in einer Vielzahl von Formen. Sie sind teilweise selbständig, Gig-Worker bzw. E-Lancer (elektronische Heim- und mobile Arbeitnehmende), Wissens- oder Projektarbeitende, können aber auch zu einem Prozentsatz festangestellt sein und im anderen Teil eine Reihe von Aufträgen