«Nicht aufhören, selbst zu entscheiden»

Autor:  Beat Brändli Veröffentlicht 17 Dezember 2024
Beat Brändli sitzend im blauen Anzug.

Professor, Richter, Anwalt: Selbst beruflich und aus Berufung den Fakten verpflichtet, schätzt Beat Brändli an der künstlichen Intelligenz, dass sie auf Bergen an Wissen und auf empirischer Ratio basiert. Das mache uns Menschen aber umso wichtiger und unverzichtbar, sagt er. Gute Führung ist für ihn auch die Fähigkeit, Unsicherheiten zu beseitigen.


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Was macht Sie aus?

Ich versetze mich gerne in unterschiedliche Perspektiven hinein, um ein Problem zu betrachten und zu lösen. Dies hilft, Standpunkte und damit die eigene (manchmal allzu starre) Meinung zu relativieren. Subjektive Sichtweisen können dadurch bis zu einem gewissen Grad (wohl positiv korrelierend zum eigenen Empathievermögen) objektiviert werden. Mit anderen Worten erscheint es mir wichtig, den Blickwinkel des Gegenübers bzw. betroffener Dritter zu sehen und zu verstehen, um selbst gute Entscheidungen treffen zu können.

Welches war Ihre bisher prägendste Erfahrung mit künstlicher Intelligenz?

Künstliche Intelligenz geht nach meiner Erfahrung den emotional kühlen Weg empirischer Ratio. Im Arbeitsalltag sehe ich dies als grosse Unterstützung: ChatGPT erspart uns mit einem Klick (soweit schlaue Fragen gestellt werden) Research, das früher Stunden oder gar Tage dauerte. Diese Effizienz ist aber nicht überall

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