«Man wird oft unterschätzt: Das ist eine Chance»

Autor:  Susanne Wagner Veröffentlicht 24 Juni 2025
Porträt von Felipe Smura, sitzend.

Von wegen keine Lust auf Führung: Mit 22 Jahren sind die einen noch mit der Berufswahl beschäftigt, die anderen führen bereits ganze Teams. Wie Felipe Smura, der das Hotel Royal in Luzern mit zwölf Angestellten leitet.


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Herr Smura, Ihrer Generation Z wird nachgesagt, dass sie nicht führen und keine Leistung erbringen will. Stimmt das?

Wir in der Hotellerie beobachten, dass es nicht mehr so viele junge Leute in unsere Branche zieht. Es ist wohl der Digitalisierung und den sozialen Netzwerken zuzuschreiben, dass manche junge Leute das Gefühl haben, sie könnten ohne harte Arbeit und mit minimalem Aufwand einen schnellen Erfolg haben. Das ist sehr schade, denn in unserer Branche ist es möglich, die Welt zu bereisen und trotzdem zu arbeiten.

Sie sind selbst sehr jung in diese Führungsposition geraten. Hatten Sie dieses Ziel immer klar vor Augen?

Nein. Als Kind träumte ich davon, Anwalt zu werden. Doch schon früh sammelte ich erste Erfahrungen im Gastgewerbe, als ich in den Sommerferien in Hotels im Service oder an der Bar arbeitete. Nach dem Abitur wollte ich mir eine Auszeit nehmen und reisen – bis Corona meine Pläne durchkreuzte. So kam ich

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