Solange ich zurückdenken kann, habe ich es geliebt, zu klettern und überall herunterzuspringen.
Dabei war ich kein hyperaktives Kind – aber ich musste einfach bei jeder Gelegenheit springen. Im Schwimmbad, auf dem Trampolin, überall machte ich mit meinen Kumpels Saltos. Das war cool. Ich fühlte mich wie Jackie Chan, mein grosses Vorbild. Ich wollte den Raum unbedingt verstehen, ihn bewohnen, ihn durchqueren. Das gab mir das Gefühl, etwas Besonderes zu sein.
Mit etwa dreizehn Jahren sah ich ein paar Kumpels beim Parkour. Als ich ihnen zusah, wie sie «Yamakasi» spielten und wie Heuschrecken durch den städtischen Raum hüpften, machte ich mich zuerst lustig über sie. Dann entdeckte ich, dass das eine echte Sportdisziplin ist. Ich änderte meine Meinung über Parkour und fing damit an. Zuerst allein für mich, dann immer professioneller, bis es zu meinem Beruf wurde. Heute unterrichte ich Parkour – Kinder ab zweieinhalb Jahren bis zu Erwachsenen – in den drei Hallen, die ich in der Westschweiz aufgebaut habe. Damals war ich jemand sehr Introvertiertes.