Boomer, Generation Z, Millennials: Noch nie haben Unternehmen ihre Mitarbeitenden so sehr nach dem Geburtsjahr sortiert. Dabei ähneln sich deren Bedürfnisse oft mehr, als man denkt. Weshalb die eigentliche Herausforderung nicht darin besteht, Generationen zu führen, sondern Individuen.
In Unternehmen ist viel von Generationen die Rede. Vielleicht sogar zu viel. Dabei ist das Nebeneinander mehrerer Generationen nichts Neues. Schon vor 30 Jahren beschäftigten Betriebe verschiedene Generationen. Damals bildeten die Babyboomer die dominierende Gruppe auf dem Arbeitsmarkt, und die Aufmerksamkeit galt vor allem der Ausbildung und Integration dieser jungen Mitarbeitenden.
Heute sind die Babyboomer bereits pensioniert oder kurz davor – und die nachfolgenden Generationen haben ein anderes Profil. 2025 verfügte mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Erwerbstätigen zwischen 25 und 39 Jahren über einen Tertiärabschluss, gegenüber 41 Prozent bei den über 55-Jährigen. Dieser Wandel von Demografie und Qualifikation erklärt, weshalb das Thema Generationen in den Unternehmen so zentral geworden ist. Die Führung sollte allerdings der Versuchung widerstehen, in starren Alterskategorien zu denken, und stattdessen auf individuelle – ja universelle – Bedürfnisse