Gesundheitswesen als Modellfall für Führungswandel
Autor: Peter Sennhauser Veröffentlicht 24 September 2024
Vor allem zweckorientierte Organisationen gewinnen durch geteilte Führung und Diversität an Effizienz. Das zeigt sich seit Jahren im Gesundheitswesen. Shared Governance löst dort immer mehr starre Hierarchien ab.
Ist ein Unternehmen eine «Rechtsfiktion», die nur für den Gewinn der privaten Shareholder existiert? Oder ist es eine reale Einheit, die dem Wohl der ganzen Gesellschaft verpflichtet ist? In dieser Debatte aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts sieht die «Harvard Business Review» die Wurzel der Frage nach Sinn und Zweck geteilter Führung. Parallel zum stetigen Einflussverlust von Regierungen sei bei den Menschen eine Erwartungshaltung entstanden, dass Konzerne und Firmen ihre Macht und ihren Einfluss vermehrt in den Dienst der Gesellschaft stellen. Namentlich im angelsächsischen Raum und selbst in den ultrakapitalistischen USA wird die Forderung nach transparent definiertem Unternehmens- Purpose stetig lauter.
Für Einrichtungen im öffentlichen Bereich wie Gesundheitsinstitute ist die Definition des «Zwecks» keine Herausforderung. Im Pflegebereich habe Shared Governance eine gut 40-jährige Geschichte, argumentiert die Autorenschaft eines Artikels im US-Magazin